Naturheilkunde

Was bedeutet Naturheilkunde?

In der Naturheilkunde geht es um diätische und physikalische Heilmittel. Sie verzichtet in gewisser weise auf Arzneimittel und legt besonders ein großen Wert auf die naturgemäße Lebensweise. Es ist aus der Kategorie Heilkunde und wurde früher auch Physiatrie genannt. Diese Heilkunde beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Naturheilverfahren. Sie aktivieren und stärken die Selbstheilkräfte durch körpereigene Fähigkeiten und bedienen sich an keinen technologischen Hilfsmitteln. Sie versuchen das gesunde Gleichgewicht eines Menschen wiederherzustellen. Das Verfahren benutzt eher die Mittel und Reize aus der Natur.

Es gibt naturheilkundliche Methode, die keinen Therapeuten brauchen, da man sie selbst zu Hause durchführen kann. Andere Methoden brauchen da wiederum einen Fachtherapeuten, um diese anzuwenden.

Hier bekommst du einen kleinen Einblick in die Naturheilkunde.

 

Warum Naturheilkunde?

Heutzutage ist der Mensch vielen schädlichen Einflüssen unterliegen, wie falsche Ernährung, Umweltgiften und anderer Belastungen, wie beruflicher Stress und Hektik. Dadurch leiden viele der Menschen an chronischen Krankheiten. Die Therapie der Naturheilkunde kann gut bei chronischen Erkrankungen eingesetzt werden, wie zum Beispiel bei

  • Migräne,
  • allergischen Erkrankungen,
  • Asthma,
  • Rheuma oder
  • chronische Rückenschmerzen.

Neurodermitis, Rückenschmerzen und auch Rheuma können durch Naturheilkundeverfahren gemildert werden. Dabei sind Nebenwirkungen nur sehr selten oder gar nicht vorhanden.

Das Gute ist, dass die Naturheilkunde nicht chemisch ist, also durch Medikamente in die Schmerz- und Entzündungsregionen eingreift. Medikamente können noch mehr Symptome und Nebenwirkungen hervorrufen. Man versucht andere Zusammenhänge zu finden, woher die Beschwerden bei dem Menschen herkommen und wie sie entstehen. Nach dem Fund wird dies behandelt. So steht der ganze Mensch im Mittelpunkt und nicht nur sein erkranktes Organ oder seine Symptome. Bei der Behandlung bei einem Heilpraktiker können durch dieses therapeutischen Sitzungen so Linderung oder sogar Verbesserungen erzielt werden.

 

Wie funktioniert das Verfahren der Naturheilkunde?

Zu dem Verfahren der Naturheilkunde gehören nach dem deutschen Mediziner Alfred Karl Brauchle die Bewegung, die Luft, die Sonne, das Licht, die Ruhe, das Wasser, die Erde, die Nahrung, die Kälte, die Atmung und die Willensvorgänge, die Gefühle und Gedanken eines Menschen. Die Naturheilkunde beinhaltet „natürliche Arzneimittel“, dazu gehören Heilpflanzen und wie sie zubereitet werden.

Die Naturheilkunde definiert heute auch die Alternativmedizin. Die klassischen Naturheilverfahren lassen sich im Gegensatz zu den alternativ medizinischen Methoden wissenschaftlich belegen.

 

Wie wirkt Naturheilkunde?

Die Naturheilkunde wirkt anders als herkömmliche Arzneimittel. Sie soll bewirken, dass man die Harmonie des Organismus wieder ins Gleichgewicht versetzt. Dabei wird nicht nur der Körper beansprucht, sondern der ganze Mensch. Ziel ist es also, die Selbstheilungskräfte anzuregen mit aus der Natur gegebenen Heilmitteln, so wie die Übernahmen von Eigenverantwortung des Patienten.

Die Naturheilkunde ist mit Yoga eine gute Kombination. In der Naturheilkunde wirkt die äußere Natur durch „natürliche Arzneimittel“ und bei Yoga wirkt die Kraft durch die innere Natur.

 

Methoden der Naturheilkunde

Die Methoden der Naturheilkunde werden in vier Gruppen geteilt:

1. Methode in der klassischen Naturheilkunde

2. Naturheilkunde mit bestimmten Präparaten und Programmen

3. von Therapeuten durchgeführte Naturheilkunde

4. naturheilkundlichen Methoden in der Alternativmedizin

 

1. Methode in der klassischen Naturheilkunde

In der klassischen Naturheilkunde werden die 5 Elemente der Natur und verschiedene Therapien verwendet. Diese wären Ernährung, Bewegung, Wasser, Licht und Luft. Durch die Elemente werden die Selbstheilungskräfte des Menschen aktiviert. Die Methode mit den 5 Elementen wird meist stark unterschätzt, obwohl sie effektiv sind.

 

Die Ernährung

beeinflusst den Körper sehr stark, daher ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung die bessere Wahl. Der Körper braucht wichtige Vitamine und Mineralien. In der Naturheilkunde gib es noch einige andere Methode, bei denen die Ernährung die Gesundheit des Menschen stärkt und auch der Heilprozess angeregt wird. Diese Therapie verhilft ebenfalls bei der Linderung verschiedener Erkrankungen. Dabei wird zum Beispiel eine Diät mit gesunder Kost dem Krankheitsbild angepasst. Man sollte sich für das Zubereiten und das Verzehren viel Zeit nehmen. Wie man isst spielt eine große Rolle dabei, man sollte daher seinen Rhythmus finden. Zu der Ernährungstherapie gehört auch das Heilfasten.

 

Die Bewegung

ist für de Körper enorm wichtig und eine wichtige Methode in der Naturheilkunde. Bewegung hält den Körper fit und hat große Auswirkungen auf ihn. Bewegung kann bei vielen verschiedenen Erkrankungen helfen, weshalb es vom Fachtherapeuten verordnet und beobachtet wird. Seinen Körper kann man verschieden bewegen. Yoga, Pilates, Spazieren gehen oder auch Wandern gehen sind da angebracht. Man kann auch mal anstatt das Auto zu benutzen zu Fuß gehen, oder anstatt den Aufzug die Treppen benutzen.

 

Das Element Wasser

kann in verschiedenen Methoden eingesetzt werden, wie zum Beispiel im Einlauf bei einer Darmreinigung, beim Duschen oder einfach indem man eine Menge Wasser am Tag trinkt. Eine Kneipp-Kur wird auch oft bei einer Wassertherapie durchgeführt. Da wird mit unterschiedlich warmen Wasser die Leiden des Menschen behandelt.

 

Das Licht

hat in der Naturheilkunde ebenfalls eine Bedeutung. Durch Tageslicht und Sonnenstrahlen wird Vitamin D im Körper gebildet. Durch Mangel können sich Krankheiten bilden, weshalb man tägliche Spaziergänge einlegen sollte. Auch sollte man mal ins Freie gehen anstatt ins Fitnessstudio, um dort seine Übungen zu machen.

 

Das Element Luft

ist ebenfalls sehr wichtig. Man sollte zu Hause regelmäßig gut durchlüften und auch mal bei offenem Fenster zu Bett gehen. Man sollte seine Zeit viel an der frischen Luft verbringen und auch mal bewusst ein und aus atmen.

 

Phytotherapie

Bei der Phytotherapie werden Pflanzenwirkstoffe eingesetzt. Die Kraft der Pflanzen werden meist aus Blüten, Gewürzen und Gewächsen gezogen. Sie werden als Tabletten, Dragees und Pulver später weiterverarbeitet. Bäder und Wickel aus pflanzlichen Wirkstoffen können auch sehr wohltuend für den Menschen sein.

 

Hydrotherapie

Die Hydrotherapie ist eine Kälter- und Wärmetherapie. Diese Therapie wirkt sich auf den gesamten Organismus aus, sowie auf Geist und Seele. Sie wird bei meist bei chronischen Krankheiten eingesetzt.

 

Balneotherapie

In der Balneotherapie werden Kuren mit Heilwasser durchgeführt, also natürliche Heilbäder, Heilquellen und auch Trinkkuren gemacht. Es ist eine mehrwöchige Kur, bei der tägliche Therapien durchgeführt werden. Sie wird meist bei Hauterkrankungen, Rheuma, Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen und Atemwegserkrankungen gemacht.

 

Ordnungstherapie

Bei der Ordnungstherapie wird die Gesundheit von Körper, Geist und Seel durch eine strukturierte Lebensordnung aufgerufen. Sie soll den Organismus wieder in einen normalen Rhythmus bringen. Bei dieser Therapie sind Schlaf und geregelte Tagesabläufe enorm wichtig.

 

2. Naturheilkunde mit bestimmten Präparaten und Programmen

In der zweiten Gruppe der Naturheilkunde gibt es spezielle Kuren und es werden bestimmt Präparate verwendet. Bei diesen Methoden geht es um den Körper. Durch bestimmte Kuren entfernt man Dinge aus dem Körper, die ihm Schaden zugefügt haben. Das kann man zum Beispiel durch eine Darm-, Leber-, Nieren- und Lymphreinigung machen. Ebenfalls ist eine Entschlackung und eine Entsäuerung zu empfehlen.

Diese inneren Reinigung verhelfen dem Körper ebenfalls, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und tragen zu Verbesserungen bei.

 

Die Darmreinigung

hilft bei der Entfernung und Ausscheiden von Parasiten, die durch schlechte Ernährung täglich eingenommen werden. Der Darm arbeitet sehr viel und sollte auch mal entlastet werden.

Wenn du noch mehr über eine Darmreinigung erfahren möchtest, schaue doch bei meinem Beitrag → Darmreinigung ← vorbei.

 

Eine Leberreinigung

ist von Vorteil, da die Leber ebenfalls wichtige Aufgaben hat. Sie filtert Giftstoffe, die wir jeden Tag durch Luft oder Nahrung aufnehmen, aus dem Blut. So werden sie unschädlich. Die Leber ist jeden Tag stark überlastet und es können sich verschiedene Beschwerden entwickeln.

 

Eine Nierenreinigung

hilft der Wiederherstellung der Gesundheit eines Menschen und unterstützt diesen. Wenn die Leber schon überlastet ist, sind es die Nieren gleichzeitig auch. Schafft es die Leber nicht, müssen die Nieren die Arbeit erledigen.

 

Bei einer Lymphreinigung

hilft man der Entwicklung eines nicht funktionierenden Lymphsystems entgegenzuwirken. Die Aufgaben der Lymphen sind, das Körperwasser von schädlichen Bakterien und Giften zu befreien. Die Lymphen sind ebenfalls überlastet mit den täglichen Aufgaben.

 

Die Entschlackung

führt zu einem sanften Abbau von den sogenannten „Schlacken“. Das sind Stoffe im Körper, die nicht dahin gehören. Eine Entschlackung kann durch Kuren, wie zum Beispiel eine Darmreinigung, durchgeführt werden. Sie ist ebenfalls ein guter Einstieg in eine gesunde Ernährung.

 

Bei einer Entsäuerung

wird das Säure-Basen-Gleichgewicht reguliert und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Bei vielen Krankheiten hat man eine Störung dieses Säure-Basen-Gleichgewichts, also eine Übersäuerung im Körper. Der Darm und die Nieren leiden stark an der Übersäuerung, genauso wie die Haut.

 

3. Die von Therapeuten durchgeführte Naturheilkunde

In der dritten Gruppe der Naturheilkunde gibt es Methoden, die am besten nur mit einem Fachtherapeuten besprochen und durchgeführt werden sollten, wie zum Beispiel die Colon-Hydro-Therapie. Bei dieser Therapie braucht man ein spezielles Gerät. Es ist eine Form der Darmreinigung, bei der der Dickdarm mit Wasser durchgespült wird. Dadurch wird die natürliche Darmbewegung wieder hergestellt.

Bei der Homöopathie, dem Ayurveda oder bei der Traditionelle Chinesischen Therapie braucht man einen Fachtherapeuten, der mehrjährige Studiengänge und Praktiken absolviert hat.

 

4. Naturheilkundlichen Methoden in der Alternativmedizin

Bach-Blütentherapie

Das Ziel dieser Therapie ist es, seelische Blockaden aufzulösen. Sie wird meist bei Mangel von Selbstvertrauen, Stress, Angst- und Schuldgefühlen. Dennoch liefert es keine Hinweise auf medizinische Wirksamkeit.

 

Aromatherapie

Bei der Aromatherapie sollen mit ätherischen Ölen zur Linderung einer Erkrankung führen.

Die Therapie hat große Wirkung auf das psychische Gleichgewicht, weshalb eine Steigerung des Wohlbefindens erfolgt.

 

Ayurvedische Medizin

Die ayurvedische Medizin ist eine indische Heilkunst. In dieser Medizin geht es darum, den Auslöser dieser Krankheit zu verstehen, um sie später behandeln zu können.

 

Traditionelle Chinesische Medizin

Dieses traditionelle Verfahren wird weltweit von Fachtherapeuten ausgeführt. Dazu zählen Therapien wie Akupunktur und viele verschiedene Massagetechniken.

 

Traditionelle thailändische Medizin

Dieses traditionelle Verfahren entwickelte sich aus der chinesischen und ayurvedischen Medizin. Sie beruht auf der Anwendung von Heilpflanzen.

 

Anthroposophische Medizin

In der anthroposophische Medizin soll man durch die Überwindung der Krankheit ein neues Gleichgewicht finden. Dabei werden meist Heilpflanzen und künstlerische Prozesse angewendet.

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Tugba Kara
 

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