Kundalini

Kundalini – Was ist das?

In der indischen Mythologie wird Kundalini als feinstoffliche Energie bezeichnet, die im Menschen ist. Im Kundalini spricht man von Shiva und Shakti. Die größere Philosophie besagt, dass das Universum eine Interaktion aus Shiva (reines Bewusstsein) und Shakti (kosmische Energie) ist. Shakti entstand aus Shiva und hat die Welt erschaffen, weshalb das aus ganze Universum aus Shakti besteht, also aus der Energie, die Psychen und Körper erschaffen hat. Die Shakti ist also in jedem Körper und jeder Psyche aktiv, da die Psyche und der Körper aus reiner Energie bestehen.

Dennoch besteht die Shakti aus zwei Formen, aus dem Prana und aus dem Kundalini. Das Prana wird als feinstoffliche Lebensenergie und die Kundalini als die kosmische Shakti im Menschen bezeichnet. Auch wird Kundalini oft als „schlafende Energie“ bezeichnet. Schlafen tut sie aber nie ganz. Die Sehnsucht macht sich im Menschen bemerkbar, um zum Ursprung zurück zu kehren. Die Kundalini wird nach und nach aktiver. Die Energie ist dafür da um gutes in dieser Welt zu bewirken.

Kundalini ist die Entfaltung deines schöpferischen Potenzials und deines Bewusstseins – die Energie deiner Seele selbst. Es bedeutet wörtlich: „Die Locke im Haar der Geliebten“.

Kundalini übersetzt auch Kundalini-Schlange oder „Schlangenkraft“, ist laut den tantrischen Schriften eine ätherische Kraft, die im Menschen ist. Die Kundalini-Kraft oder auch „Schlangenkraft“ befindet sich bei jedem am unteren Ende der Wirbelsäule, also im untersten Chakra, im sogenannten Wurzelchakra. Symbolisch gemeint ruht die zusammengerollte Schlange dort und schläft.

 

Kundalini – Die Schlangenkraft

In der Materie ist die Schlangenkraft die Kraft, die im Menschen als nächstes steht. Verschiedene Yoga Praktiken können die Schlange erwecken. In diesen Praktiken werden Chakren oder Hauptenergiezentren durchstoßen. Wenn sie das höchste Chakra erreicht hat, verbinden sie sich mit der kosmisches Seele des Menschen. Er bekommt höchstes Glück. Es verbergen sich nach den klassischen Lehren auch Gefahren, weshalb ein innerer Reinigungsprozess und gute Vorbereitung entscheidend sind. Daher ist es auch hilfreich, wenn man in Begleitung eines Menschen ist der die Kraft des Kundalini kennt und lenken kann.

 

Kundalini – Prana und Apana

Ida stellt die negativ geladene Energie (Apana) dar. Apana ist die subtile Energie, die die Körperabfälle ausscheidet und Körper und Geist auf kühlende Weise erneuert. Ida steht für die weibliche Energie, welche auch als Mondenergie bezeichnet wird. Pingala sorgt für die positiv geladene Energie (Prana), die einen energiegeladenen, reinigenden Effekt auf Körper und Geist hat. Prana steht für die Sonnenenergie – der männlichen Energie. Die Kundalini erwacht und steigt auf, wenn Prana (positiv) und Apana (negativ) ausgeglichen werden. Sind beide ausgeglichen, wird der Aufstieg der silberne Energie Sushumna ermöglicht. Prana, die positiv geladene Energie, wird durch die Einatmung und Anhalten des Atems in das Nabel-Chakra geleitet, das heißt du atmest energiegeladene Luft ein. Währenddessen wird Apana, die negativ geladene Energie, durch das Ausatmen und Aushalten des Atems in den Nabelpunkt hochgezogen und somit negative Energie ausgestoßen. Das Vermischen beider Kräfte Prana und Apana führt zu einer unbekannten Hitze im Nabelzentrum. Man sagt, dass sich die Sushumna anzündet und so die Kundalini erwacht.

Die Lebenskraft Prana – subatomare Energie – ist die Lebensenergie für Körper und Geist. Solange dein Prana, deiner 10 Körper (dem physischen Körper, 3 mentalen und 6 energetischen Körpern) nicht ausgeglichen ist, kann sich die Kundalini-Kraft nicht entfalten. Dazu gehören Kundalini-Yoga, bewusste nährstoffreiche Ernährung und Meditation.

Die 10 Körper:

  1. Seelenkörper

  2. Negativer Geist

  3. Positiver Geist

  4. Neutraler Geist

  5. Physischer Körper

  6. Bogenlinien

  7. Aura

  8. Prana-Körper

  9. Subtilkörper

  10. Strahlenkörper

 

Kundalini-Kraft erwecken – Wie geht das?

Wenn der Mensch ein gewisses Bewusstsein erreicht hat, zum Beispiel mit bewusster nährstoffreicher Ernährung und Ausübung von Kundalini-Yoga, aktivierst du die Kundalini-Kraft von selbst. Man muss vollkommen ausgeglichen sein, bevor man versucht die Kundalini zu erwecken. Wenn ein Mensch mit Negativität im Geist gewaltsam mit Asanas, Pranayama und Mudras erwecken will, wird er es nicht schaffen. Er wird die yogische Leiter nicht erklimmen können. Das ist der Hauptgrund, warum Menschen körperlichen Schaden erleiden. Yoga ist eine reine Lehre. Die Menschen, die Yoga lernen möchten, müssen eine gründliche Kenntnis des Sadhanas, einen richtigen Lehrer und die kontinuierliche Disziplin der Lehren haben. Wenn die Kundalini erweckt wird, werden einem viele Lockmittel vor Augen gestellt, um zu testen, ob man rechtschaffend ist und die Kraft hat, Widerstand zu leisten. Wenn es soweit ist, dass die Kundalini aktiviert ist, dann hilft der Prozess beim Befreien von Blockaden im zentralen Energiefeld und dem Feld der Chakren.

Die Chakren:

  1. Wurzel-Chakra (Muladhara)
  2. Sexual- /Sakral-Chakra (Svadhisthana)
  3. Nabel-Chakra (Manipura)
  4. Herz-Chakra (Anahata)
  5. Kehl-Chakra (Vishuddha)
  6. 3. Auge-Chakra (Ajna)
  7. Kronen-Chakra (Sahasrara)
  8. Die Aura / Aussendung

Die Seele wird geöffnet und es strömt kosmisches Bewusstsein ein. Wenn mehr Blockaden vorhanden sind, ist das Kundalini-Erlebnis viel stärker im Prozess. Weder die Kundalini noch die Chakren sind in einem befreiten Zustand so sehr spürbar, wie die energetische Reibung.

Grundsätzlich soll die Kundalini durch viele Arten der spirituellen Erfahrungen und durch verschiedene Praktiken erweckt werden. Bestens geeignet ist die direkte Ausführung von Kundalini-Yoga. Das gesamte Köper-Geist-System soll durch die Technik vorbereitet, gereinigt und gestärkt werden, und anschließend zu der Erweckung beitragen. Kundalini-Yoga soll die sicherste Methode aller spirituellen Wege sein. Dafür sollte man Kundalini-Yoga diszipliniert und mit Leidenschaft ausüben. Damit erreichst du einen guten Vorsatz, die Kundalini-Energie zu erwecken.

 

Das Erwachen der Kundalini

Sobald die Kundalini erweckt ist, durchstößt sie das Wurzelchakra (Muladhara). Man erhält verschiedene Visionen, Töne und erweckt psychische Kräfte. Du siehst die wahre Kraft der Strahlung. So wie die Sonne ohne zu urteilen jeden wärmt, so wirst du jeden Einzelnen durch sein Strahlen wahrnehmen. Der Yogi oder Yogini ist befreit vom physischen Bewusstsein. In der Meditation hat man Visionen, wenn Gott erlaubt, bekommst du das Geschenk intensiv zu riechen, zu schmecken. Bei allem was du berührst, spürst du die göttliche Kraft. Du hörst die göttlichen Herzklänge (Anahata). Wenn du dein Atem ohne Mühe still werden lassen kannst. Wenn du die Lebensenergie (Pranaströme) zum Kronenchakra steigen fühlst. Wenn du in der Meditation Verständnis und Kreativität erfährst. Wenn du die Geschenke der Natur enthüllst. Wenn du kein Zweifel spürst. Wenn dein Körper weniger Materie und mehr Geist wird. Wenn du dich leicht wir Luft fühlst. Wenn du viel Energie für Leistung hast und wenn dich nichts zur Ruhe bringt, dann weißt du, dass deine Kundalini Energie aktiv ist.

Die Kundalini bleibt je nach Disziplin des Yoga-Übenden des Sadhanas und der inneren Glaubenden Stärke lange im Kronen-Chakra (Sahasrara). Er bekommt die Gabe der Siddhis. Diese musst du meiden, mit ihnen zu spielen. Denn das sorgt bewusst, dass die Kundalini Energie zurück geht.

 

Der Kundalini-Prozess – Was macht Kundalini?

Um die ätherische Energie voranzutreiben, wurden einige Methoden entwickelt, wie zum Beipiel Kundalini-Yoga. In einem Prozess versucht der Schüler, seine Ernährung, Lebensweise, Verhalten und seinen Charakter mit Meditation zu reinigen und zu schulen. Ab und zu kündigt sich durch die Selbstempfindung mittels Träumen das Erwachen der Kundalini an. Dadurch das sie die Kundalini regt, kann sich die Körpertemperatur erhöhen. Danach, wenn es einmal aktiviert wurde, entwickelt sich ein eigener dynamischer Prozess, der zu trainieren ist.

Der Prozess erfolgt stufenweise und könnte sich wieder zurückziehen, wenn das Nabel-Chakra (Manipura), dass in der Nabelgegend liegt, nicht erreicht wird. Es passiert nur selten, dass sie bis zum höchsten Chakra, dem Kronenchakra, steigt. Dort befindet sich laut tantrischer Auffassung das „reine Bewusstsein“, also Shiva. Nach Auffassungen beginnt danach der eigentliche Kundalini-Prozess. Beschrieben wird, dass es ein Wechsel aus aufsteigenden, warmen Energieflüssen besteht, sowie auch absteigenden, kalten Energieflüssen. Es gibt verschiedene Yoga-Richtungen, die sich mit dem Thema Kundalini beschäftigen. Die meisten Yoga-Richtungen helfen allerdings nicht bei der Erweckung der Kundalini. Bestimmte Schulen beschäftigen sich ausdrücklich mit dem Thema Kundalini. Es muss darauf geachtet werden, dass die Chakren durchlässig und sauber sind. Denn dann kann die Kundalini aufsteigen.

Yoga-Richtung, die sich mit dem Thema Kundalini beschäftigt:

  • Kundalini-Yoga → die von Yogi Bhajan bekannt gemachte Richtung, die aus körperlich fordernden Übungen in Kombination mit Ruhephasen und Meditation besteht

 

Missdeutung der Kundalini Energie

Manche Yoga Ausübende üben eine kurze Zeit lang Asanas, Pranayama und Dhyan , so wie es ihnen angenehm ist. Sie stellen sich vor, dass die Kundalini aufsteigt. Sie stellen sich als große Yogis oder Yoginis dar. Meist sind es arme Seelen, die Aufmerksamkeit suchen und hoffen dies in ihrer spirituellen Erfahrung zu bekommen. Die Ausübung von Kriyas und Meditationen reichen allein nicht aus. Sie müssen verstehen, dass Gott seine Tür denen öffnet, die reines Herzens sind. Die Ausübenden kennen keine Eifersucht, keinen Hass und so weiter. Sie sehen nicht die Gottes-Energie in allem. Sie wissen, aber fühlen nicht. Somit spielen sie sich selber etwas vor. Wenn du mit reinem Herzen den Weg und die Kundalini Energie meistern willst, erhälst du das nur mit dem Segen und vollen Gottes Bewusstsein der großen Urenergie. Deine Lebensaufgabe ist es, im vollstem Bewusstsein rechtschaffend zu leben. Die Geschenke, die du von Gott erhälst nicht zu erwähnen. Du benutzt die Gabe Gottes, zum Beispiel einen reinen Geist, vollste Intuition und eine starke herzliche Empathie nur aus einem Grund. Um Gottes Willen nach zu gehen, dass das Dienen der Menschheit ist.

Dazu passt ein gutes Zitat von Yogi Bhajan für das Wassermannzeitalter:

Vergesse nicht, der andere bist du.“

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Tugba Kara
 

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