Das 1. Chakra – Wurzelchakra (Muladhara )

Das Konzept der Chakren

Organisch sind die Chakren – genau wie die Seele – nicht greifbar. Dennoch haben Sie in östlichen Gesundheitslehren und Religionen seit Jahrtausenden ihren etablierten Platz. Allen voran im Yoga, in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), in der Meditation sowie im Tantra. Mit dem starken Trend hin zu diesen östlichen Lehren erlangt die Theorie der Chakren auch bei uns im Westen einen immer größeren Bekanntheitsgrad. Nicht zuletzt auch dank einiger westlicher Konzepte, die schon länger die Chakren als festen Bestandteil ihres Konzepts verstehen, wie zum Beispiel der Bioenergetik. Man unterscheidet insgesamt sieben Hauptchakren. Dieser Beitrag thematisiert das 1. Chakra, auch Muladhara oder Wurzelchakra genannt.

Wo befindet sich das 1. Chakra?

Das 1. Chakra oder auch Wurzelchakra bezieht sich auf den ganzen unteren Körper und befindet sich genau da, wo man bei einem in Meditationshaltung sitzenden Menschen die “Wurzel” vermuten wurde, zwischen Genitalien, Anus und Steißbein. Dort befindet sich auch der sogenannte Beckenboden und genau der ist es auch, der bei vielen Yogaübungen gekräftigt werden soll. Denn bei den meisten Menschen fristet er eher ein kümmerliches Dasein, was die Yoga lehre dann zugleich mit mangelnder Stabilität im Leben in Verbindung bringt. Um die Bedeutung des Wurzelchakras oder Muladhara geht es in den folgenden Abschnitten.

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Das 1. Chakra und seine Bedeutung für den Menschen

Jeder Mensch verfügt über sein ganz eigenes Energiesystem. Im Yoga und im Hinduismus sind die Chakren ein wichtiger Bestandteil dieses Energiesystems. Ziel all dieser fernöstlichen Lehren ist die Heilung von Körper, Geist und Seele. Diese kann nur gelingen wenn die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Das 1. Chakra stellt nun, wie seine synonyme Bezeichnung als Wurzelchakra bereits vermuten lässt, die Verbindung zur Erde her und verbindet uns dadurch energetisch mit ihr. Mit dem Wurzelchakra nehmen wir also die Energie der Erde auf. Als unterstes Chakra “erdet” es uns sozusagen und gibt uns die Energie für unsere spirituelle Entwicklung. Folgerichtig ist es auch das Element Erde, das dem Wurzelchakra zugeordnet werden kann. Ebenso ist die Farbe rot mit dem Wurzelchakra verknüpft. Sein indischer Name Muladhara leitet sich übrigens auch aus der Wurzel (Mula) und der Stütze (adhara) ab. Ein Symboltier im Hinduismus ist zum Beispiel der schwarze Elefant. Eine Wurzelchakra-Persönlichkeit legt großen Wert auf ein ordentliches Umfeld, feste Strukturen und Stabilität in jeder Hinsicht.
Das 1. Chakra aus Sicht des Körpers
Das Muladhara umfasst die Teile unseres Körpers, die ihm Festigkeit geben. Dazu gehören vor allem natürlich die Knochen. Deren Aufgabe im Körper ist es, diesen zu stabilisieren und ihm Halt zu geben. Wer gesunde Füße und Beine hat, der hat einen sicheren Gang, eine sichere Haltung und letztendlich auch ein stabiles Wesen. Das Wurzelchakra betrifft also die Basis des Körpers. Wer seine körperliche Gesundheit verbessern möchte, sollte zuerst hier ansetzen. Weitere Wirkungsfelder des Wurzelchakras auf körperlicher Ebene sind die Niere, die Geschlechtsorgane und die Prostata, aber auch das Nervensystem, der Ischias-Nerv und der Geruchssinn.

Das 1. Chakra aus Sicht der Psyche

Was die Psyche anbelangt ist das Muladhara eng mit dem Begriff Ur-Vertrauen, das wir sozusagen in die Wiege gelegt bekommen, verbunden. Auf diesem baut sich unser späteres Selbstbewußtsein auf. Ist das 1. Chakra geschwächt, so ist es auch die Persönlichkeit. Menschen mit einem schwachen Wurzelchakra sind häufig auch labile Persönlichkeiten und haben wenig Halt im Leben. Es mangelt Ihnen an Gelassenheit und Zuversicht. Menschen mit einem starken Muladhara dagegen sind gefestigte Persönlichkeiten, die nicht so schnell von Ihrem Weg abkommen, wenn es Gegenwind gibt. Sie sind eben geerdet.

Welche Folgen hat eine Störung des Chakras für deinen Körper?

Eine Störung des Wurzelchakras hat große Auswirkungen auf deinen Körper. Ist dein Muladhara blockiert, so kann die Lebensenergie (Prana) nicht ungehindert fließen und du fühlst dich schlapp und nicht energetisiert. Dein gesamtes körperliches System kommt in eine Dysbalance. Bei einer Blockade des Wurzelchakras sind auch alle anderen Chakren mit betroffen. Deshalb ist die Bedeutung des 1. Chakras auch so zentral für deine körperliche und seelische Gesundheit. Denn fühlst du dich schlapp, wirst du kaum Lust auf körperliche Bewegung verspüren und das wird dich weiter schwächen. Deine Körperkraft und dein Energielevel wird gering bleiben. Menschen mit einem schwachen Wurzelchakra haben auch ein schwaches Immunsystem und kränkeln gerne. Konkrete körperliche Symptome bei einer Störung des Wurzelchakras sind zum Beispiel Probleme mit den Füßen oder Knochen (Osteoporose)

Welche Folgen hat eine Störung des 1. Chakras für deine Seele?

Seelisch tritt eine Störung des Muladhara in Form von existentiellen Ängsten oder einem Mangel an Vertrauen zu anderen auf. Menschen mit einem blockierten Wurzelchakra erwarten jederzeit das Schlimmste und haben Glaubenssätze, die von einer negativen oder gefährlichen Lebenswahrnehmung zeugen. Daher wirken sie oft grundlos depressiv und rastlos. Darunter leidet natürlich ihr gesamtes Sozialleben sowie ihr beruflicher Erfolg. Ist dein Wurzelchakra nicht voll aktiviert, wird es schwer, Erfolg im Leben zu haben. Persönlichkeitsentwicklung ist ebenfalls nicht möglich, wenn bereits die Basis der Persönlichkeit gestört ist. Du wirst deine Komfortzone möglichst nie verlassen und von den vielen Möglichkeiten, die das Leben bietet, fast gar nicht kosten.

Wie kannst du das 1. Chakra stärken?

Um das so entscheidende 1. Chakra ins Gleichgewicht zu bringen, ist es entscheidend die beiden elementaren Bedürfnisse des Körpers, Nahrung und Schlaf, zu stärken. Du solltest in jeder Hinsicht gut zu deinem Körper sein. Denn er ist der Tempel deiner Seele. Und dass Körper und Seele eine Einheit bilden, das ist dir hoffentlich bewusst?

Ernährung

Der Nahrung, die du zu dir nimmst, kommt also eine grosse Bedeutung zu. Und wer hätte es gedacht, dein Wurzelchakra kannst du vor allem durch Wurzelgemüse wie Kartoffeln, Karotten und roter Beete stärken. Protein ist als elementarer Baustoff unseres Körpers ebenso zentral. Daher sollten Eier, Hülsenfrüchte und Nüsse eine große Rolle in deiner Ernährung spielen. Da die Farbe rot dem Muladhara entspricht, verwundert es nicht, dass du bei der Auswahl von Obst und Gemüse dein Augenmerk besonders auf rote Sorten richten solltest. Mehr zum Thema Ernährung und Wurzelchakra findest du zum Beispiel hier: https://www.evidero.de/wurzelchakra-rezepte.

Schlaf

Dass du ganz anders drauf bist und viel mehr Energie und eine ganz andere Ausstrahlung hast, wenn du gut geschlafen hast, das ist dir bestimmt selbst bewusst. Auch um das Wurzelchakra zu stärken, solltest du alles für einen guten Schlaf tun. Um das Muladhara quasi spielerisch im Schlaf zu stärken, empfiehlt es sich, auf dem Bauch zu schlafen. So wird der Körper während des Schlafs am besten geerdet.

(Kundalini) Yoga

Die Yogalehre, die das Konzept der Chakren entscheidend miteinbeeinflusst hat, setzt voll auf körperliche Übungen (Asanas) und den richtigen Atem. Kundalini Yoga ist eine spezielle Form des Yogas, die darauf abzielt, die bei jedem Menschen am unteren Ende der Wirbelsäule schlummernde Kraft zu erwecken. Kundalini selbst bezeichnet genau diese Kraft und kommt aus dem Tantrismus.
Yogi Bhajan war es, der eine besondere Form des Kundalini Yoga auch im Westen populär gemacht hat. Er war ein Meister des weißen Tantra-Yogas und ein starker Verfechter der Theorie, das man mit Yoga seinen Körper und seinen Geist stärken kann. Von Yogi Bhajan hat der berühmte Yogi-Tee seinen Namen.


Einige der besten Asanas, um Muladhara zu stärken sind die Stellung des Kleinkindes (Garbhasana), der Baun (Vrikasana), der Tänzer (Natarajasana), der Krieger ( Vira Bhadrasana) sowie der klassische Fersensitz (Vajrasana). Weitere Yogaübungen, die dein Muladhara aktivieren, findest du hier: https://www.yogaeasy.de/artikel/muladhara-das-wurzelchakra.
Atemübungen (Pranayama), die das Muladhara Chakra fördern basieren alle auf der tiefen Bauchatmung, die von den meisten Menschen im Alltag stark vernachlässigt wird. Die meisten Menschen atmen eher sehr flach und nur bis in den Brustkorb. Das ist auch einer der Hauptgründe, weshalb viele kein stabiles Wurzelchakra haben. Hier kann Yoga mit seinen Pranayamas, die allesamt darauf abzielen, zu beruhigen und Kraft zu spenden, helfen. Bei einer ganz einfachen Atemübung legst du dich entspannt auf den Rücken und ziehst beide Beine möglichst nah an den Oberkörper heran und umfasst die Knie mit beiden Händen. Dann hebst du den Kopf und versuchst, die Stirn so nahe wie möglich an die Knie zu bringen. In dieser Haltung bleibst du nun für 7 tiefe Atemzüge. Fortgeschrittene Atemtechniken wie zum Beispiel der Kapalabhati – Atem erfordern ein wenig Praxis und werden hier nicht stärker thematisiert. Hast du Interesse daran, mit Hilfe von Yoga deine Chakren zu aktivieren, dann findest du hier mehr Infos dazu:

Weitere “Maßnahmen”

Das 1. Chakra stärken kannst du weiterhin am besten mit Dingen, die deinem Körper einfach gut tun. Wie wäre es mit einem heißen Bad oder einer ausgiebigen Ganzkörpermassage? Welche Rolle spielt Zärtlichkeit in deinem Leben? Bekommt dein Körper genug davon? Durch solche einfachen “Maßnahmen” kannst du schon viel verändern und spürbare Effekte erzielen. Regelmäßige Spaziergänge im Wald können ebenfalls Wunder wirken. Alleine der Duft der Natur entfaltet schon eine erdende Wirkung. Geführte Meditationen sind natürlich der Klassiker, wenn es darum geht, deine Psyche wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Muladhara Chakroil Fiore D'Oriente, 10 ml
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Fazit

Zwar bezieht sich die Nummerierung bei den Chakren eher auf deren lokale Anordnung. Dennoch ist es wohl sehr einleuchtend, dass eine Verbesserung der geistigen und körperlichen Gesundheit bei der Wurzel beginnen sollte. Das Wurzelchakra ist das zentralste aller Chakren. Eine Störung geht mit erheblichen gesundheitlichen Folgen einher. Du solltest dich also erst um dein Muladhara kümmern, bevor du dich den anderen Chakren zuwendest.

 

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Tugba Kara
 

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